Opel Ascona A

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Der Opel Ascona A ist eine von 1970 bis 1975 gebaute Mittelklasse-Limousine von Opel. Er war im Opel-Programm zwischen Kadett und Rekord positioniert und ersetzte den von 1967 bis 1970 gebauten Opel Olympia A. Der Wagen hat eine eigenständige Karosserie und ist mit Kadett- bzw. Rekord-Motoren bestückt. Zwischen November 1970 und Juli 1975 wurden insgesamt ca. 690.000 Wagen gebaut[1]. Nachfolger wurde der millionenfach produzierte, sehr erfolgreiche Ascona B. Für das geradlinige, schnörkellose Design war der GM-Chefdesigner Charles „Chuck Jordan verantwortlich.
Der etwas früher vorgestellte Opel Manta A ist die Coupé-Version des Ascona.
Unter dem Arbeitstitel „Projekt 1450" wurde Ende der 1960er Jahre bei Opel ein Konkurrenzmodell für den Ende 1968 eingeführten Ford Capri entwickelt. Daraus ging das im September 1970 in Timmendorfer Strand präsentierte Coupé Opel Manta hervor, dessen technisch identische Limousinen-Version Ascona zwei Monate später im November 1970 in Turin (Italien) vorgestellt wurde. In der Anzeigenwerbung wurde der neue Ascona mit dem Slogan: „Opel Ascona. Mit jedem Kilometer wächst die Freundschaft." und „Opel Ascona. Der Außenseiter" versehen. Den Ascona gab es von Anfang an als zwei- und viertürige Limousine, als Standard- oder Luxusversion sowie als dreitürigen Kombi. Dessen luxuriöse Variante „Voyage" hatte an der Fahrzeugflanke ein aufgeklebtes Holzdekor. Das Standardmodell des Kombi hieß CarAVan.
Als Motoren verwendete Opel bewährte Reihenvierzylinder:
Das 1,2-Liter-Triebwerk basierte auf dem OHV-Motor des Kadett B und die größeren Aggregate auf dem CIH-Motor des Rekord C.
Zur Einführung standen folgende Typen zur Wahl:
* 1,2-Liter-S mit 44 kW (60 PS)
* 1,6-Liter-N mit 50 kW (68 PS)
* 1,6-Liter-S mit 59 kW (80 PS)
* 1,9-Liter-S mit 66 kW (90 PS)
Den Ascona A gab es ab März 1971 auch in einer sportlichen SR-Version mit 1,6-Liter-S-Motor (80 PS) und 1,9-Liter-S-Aggregat (90 PS). Diese verfügte über eine straffere Fahrwerksabstimmung, ein Sportlenkrad, einen Drehzahlmesser, Holzfurnier an der Instrumententafel, eine Konsole für Zusatzinstrumente mit Zeituhr, Ampèremeter und Öldruckanzeige, doppelte Seitenstreifen an den Karosserieflanken, ein verchromtes Auspuffendrohr und Stahl-Sportfelgen ohne Radkappen.
Die ersten Modelle hatten einen Aluminium-Kühlergrill, die quadratischen Scheinwerferzierblenden bestanden aus blank poliertem Aluminium, in der Motorhaube war nur eine Waschdüse integriert und das Armaturenbrett hatte zwei Luftdüsen. Ab August 1971 waren die Scheinwerferzierblenden schwarz. Der Kühlergrill wurde ebenfalls schwarz lackiert, behielt aber einen alufarbenen Rahmen sowie einen alufarbenen Mittelsteg.
Als Facelift kam ab August 1973 ein schwarzer Kunststoffgrill mit großem Opel-Emblem. Statt der bisher runden Außenspiegel wurden nun eckige montiert. Alle Fahrzeuge bekamen Scheibenwischerschalter am Blinkerhebel, eine neue Mittelkonsole und zwei zusätzliche Frischluftdüsen, zwei Scheibenwaschdüsen auf der Motorhaube sowie eine Instrumentenverkleidung mit Holzdekor. Drei-Punkt-Sicherheitsgurte vorne gehörten von nun an zum serienmäßigen Lieferumfang. Gegen Mehrpreis war auf Wunsch eine Scheinwerfer-Wisch/Wasch-Anlage lieferbar.
1975 erforderten neue Abgasbestimmungen bleiärmeren Kraftstoff (siehe: Tetraethylblei). Als erster deutscher Hersteller passte Opel seine Motoren der neuen Richtlinie an. Die Leistungsdaten der Triebwerke reduzierten sich beim 1,6-Liter-N von bisher 68 PS in 60 PS, beim 1,6-Liter-S von bisher 80 auf 75 PS, und der 1,9-Liter-Motor besaß statt 90 PS nun 88 PS. Das 1,2-Liter-Triebwerk behielt seine bisherige Leistung bei. Ab Juni 1975 wurde jedoch die Leistung des 1,9-Liter-Triebwerks durch Einsatz des Fallstrom-Registervergasers Zenith INAT 35/40 wieder auf 90 PS gesteigert. wikipedia